Kein Naziaufmrasch in Stralsund

Aufruf zum antifaschistischen Protest am 11.10.2014

Am Samstag, dem 11. Oktober 2014, plant die NPD aus Vorpommern/Rügen einen Fackel- und Gedenkmarsch durch die Hansestadt Stralsund. Hiermit fordern wir einen aktiven antifaschistischen Gegenprotest und rufen zu zivilgesellschaftlichen Ungehorsam gegen diese geschichtsrevisionistische Veranstaltung auf!

Bereits am 03. Oktober 2008 organisierte der NPD Kreisverband Stralsund einen Aufmarsch unter dem Motto „Sozial geht nur national – Nationaler Sozialismus statt Globalisierung“.
Im letzten Jahr war eine vermehrte Aktivität von freien Kräften, um den aus Greifswald zugezogenen Neonazi René Hackbarth, sowie die Gründung der Gruppe „Whiteboys Stralsund“ festzustellen. Von diesen mitinitiiert, wollen sechs Jahre danach wieder Neonazis Anfang Oktober durch Stralsund marschieren. Wie alljährlich am 8 Mai in Demmin, wollen diese einen Opfermythos konstruieren, um das Ende des von Deutschland ausgehenden zweiten Weltkriegs umzudeuten. Hierbei wird die Bombardierung Stralsunds durch eine US-amerikanische Offensive am 06. Oktober 1944 benutzt um 70 Jahre später mit dem „Gedenken an deutsche Opfer“ nationalsozialistisches Gedankengut zu reproduzieren und damit einen Millionen Tote fordernden Angriffskrieg zu verherrlichen. Gleichzeitig verbinden sie das Motto mit einem Protest gegen die „aktuelle NATO-Aggressionspolitik“, welche eine Zusammenarbeit mit neofaschistischen Kräften in der Ukraine beinhaltet, und begeben sich damit in einen gewagten politischen Spagat.

Rassistisch und faschistisch motivierte Gewalt ist in Stralsund zu oft allgegenwärtig, die Stadtverwaltung sieht zu, wir werden es nicht tun!

Unter der Federführung von NPD-Stadtvertreter Dirk Arendt kommt es im Vorfeld des jährlich stattfindenden Kinderfestes in der Brunnenaue oder anlässig von NPD-Wahlkampfständen regelmäßig zu Gewalt gegen nichtrechte Jugendliche. Desweiteren wurden Besucher*Innen von linken Konzerten und Bewohner*Innen des auf dem Dänholm gelegenem Asylbewerberheims bedroht und angegriffen, sowie Einrichtungen von nichtrechten Parteien beschädigt. Die Behörden und Organe der Hansestadt Stralsund versuchten in der Vergangenheit weder neonazistische Veranstaltungen zu erschweren, noch zivilgesellschaftlichen Aktivismus gegen Rassismus zu unterstützen.

Somit bleibt es an Jugendlichen und Bürgerinnen und Bürgern hängen diese Zustände zu thematisieren und ihnen gemeinsam entgegenzutreten. Lasst uns am 11. Oktober 2014 zahlreich auf die Straße gehen und den Neonazis den Tag versauen. Kein ungestörter Naziaufmarsch in Stralsund! Keine Toleranz für nationalsozialistische Hetze! Für eine antifaschistische Jugendkultur!

 

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