Antirassistisches Bündnis ruft zu kreativen und lautstarken Protesten gegen den Naziaufmarsch in Friedland auf

Pressemitteilung vom 6. November 2013
Rassist_innen stoppen – Solidarität mit Flüchtlingen

Der Landesverband der NPD hat für den 9. November 2013 ab 11 Uhr in Friedland eine Demonstration unter dem Motto „Kein Asylantenheim in Friedland“ angemeldet. Das Bündnis „Rassist_innen stoppen – Solidarität mit Flüchtlingen“, das aus verschiedenen linken und zivilgesellschaftlichen Gruppen und Einzelpersonen besteht, ruft aus diesem Grund für den kommenden Samstag zu kreativen und lautstarken Protesten gegen den Naziaufmarsch in Friedland auf.

„Wir werden es nicht zulassen, dass die Neonazis am 9. November, dem 75. Jahrestag der Reichspogromnacht, ungehindert durch Friedland marschieren und gegen Flüchtlinge hetzen. Wir fordern daher alle auf, an diesem Tag gemeinsam mit uns kreativ und lautstark gegen den Naziaufmarsch und die rassistische Hetze zu protestieren“, appelliert Julia Gärtner, Pressesprecherin des Bündnisses. „Anstatt rassistischer Hetze gegen Flüchtlinge, wie sie derzeit vielerorts wahrzunehmen ist, wollen wir uns mit unserem Protest für eine solidarische Willkommenskultur einsetzen, in der ausgrenzende rassistische Sondergesetze, Lagerunterbringung, das Vorschreiben des Wohnortes und die Begrenzung der Bewegungsfreiheit keinen Platz haben! Flüchtlinge sollten sich wie andere Menschen frei bewegen dürfen, selbst entscheiden dürfen, wo sie leben möchten und selbstverständlich das Recht auf eine Wohnung haben“, erklärt Gärtner weiter.

Unterstützt wird das Anliegen des Bündnisses unter anderem von Hikmat Al-Sabty, migrationspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion DIE LINKE: „Ich rufe alle dazu auf, den Nazis in Friedland die Stirn zu bieten und Flüchtlinge willkommen zu heißen. Außerdem fordere ich, dass sich die Landesregierung für die Aufnahme von mehr Flüchtlingen ausspricht“, so Al-Sabty. Michael Steiger, Mitglied des Landesvorstands Bündnis 90/Die Grünen, unterstützt ebenfalls den Aufruf des Bündnisses zu Gegenprotesten: „Es ist wichtig nach Friedland zu fahren und sich den Nazis entgegen zu stellen, aber auch danach die ankommenden Flüchtlinge vor Ort zu unterstützen und auf sie zu zugehen“, fordert Steiger.

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